Brot Backen mit dem Meister

Neulich, vor nicht allzu langer Zeit, da hat es sich zugetragen, dass eine Familie, nennen wir sie Familie B., Besuch hatte. Schon morgens Früh begab sich die Mutter, nennen wir sie Frau B., auf die unweite, unbeschwerliche Reise an den nicht sehr großen Bahnhof. Dort wartete schon, voller Ungeduld, jedoch mit umso mehr Freude in den Augen, der unglaublich sportlich und jugendlich wirkende Karl-Heinz, hier weiter KHS benannt.

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KHS war auf einer Mission.

Er schritt vor einigen Jahren aus, um der Welt und den Menschen das Brotbacken nahe zu bringen. Und zwar nicht einfach, die herkömmliche Weise, wie hier beschrieben, nein. Das war nichts für den aufstrebenden Erfinder. Es sollte eine ganz spezielle Weise sein. Einfach sollte es sein, wenig Werkzeuge sollte man brauchen, fast kein zu spülendes Geschirr sollte entstehen, es sollte wirklich lecker schmecken und ja, kinderleicht wäre es optimal. KHS wünschte sich eine Methode, mit der jeder, egal in welch beengten Verhältnissen, egal wo auf der Welt (jedenfalls, dort wo ein Ofen wäre), egal wie alt, sich einfach und schnell ein Brot backen könne. Nach eigenem Geschmack, in großer Vielfalt und mit guter Laune.

Im Rahmen seiner Botschaftstätigkeit verfasste KHS viele lehrreiche Artikel und seit einigen Wochen gibt es nun sein optimalstes Brotbackbuch im Handel und auch als E-Book. Stolz darf ich hier einen Link zur Leseprobe posten.

Genau wie unsere vorhin erwähnte Frau B. war nun auch KHS zu Gast auf der Ambiente 2016.

An diesem Ort der Konsumschau,

der Vorstellung großer Innovationen und des Webens von Kontakten, lernten sich die beiden Protagonisten, KHS und Frau B. kennen. Anfangs wussten beide nicht, was sie mit dem anderen anfangen sollten. Doch da beide, sagen wir mal, jeweils eine ganze Voliere füllen könnten, fanden sie Gefallen aneinander und an dem, was der jeweils andere so treibt.

Bei einem konspirativen Treffen, einige Wochen später, keimte dann die Idee, dass man ja das Adjektiv „kinderleicht“ recht anschaulich vorzeigen könnte. Hat doch Frau B. zwei Kinder passenden Alters. Gesagt, getan. Nachdem der freundliche Haarstylist KHS das Fräulein L. mit allen Notwenigkeiten ausgestattet hatte, schritt das Kind zur Tat. Die ganze Geschichte gibt es schon hier zu bewundern.

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Nun war Der C. etwas eifersüchtig auf das Fräulein und wollte, selbstverständlich, mit seinen noch einstelligen Jahren, auch Brot backen. Das Fräulein L. erbarmte sich ihres kleinen Bruders und sie buken ein wunderbares Milschbrötschenbrot. Au, das war aber wirklich sehr fein zum Frühstück,…

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Die elektronische Post wechselte gar häufig den Besitzer, man tauschte sich aus, erfreute sich an der Aufmerksamkeit des jeweils anderen. Brot wurde in beiden Häusern gebacken. Einmal im Grünen, bei Familie B. und dann natürlich auch beim emsigen KHS in der großen, weiten Stadt.

Flugs ward eine Gegeneinladung von der wohl erzogenen Frau B. ausgesprochen, ward sie doch samt dem Fräulein und der lieben Designikone K. schon beim KHS zur morgendlichen Mahlzeit geladen gewesen. Wobei die Einladung weniger aus einer Pflicht heraus, mehr so aus dem Herzen, entstand. KHS sollte doch mal, zu einem Sonntagsausflug ins Grüne aufbrechen.

Ein beiden genehmer Tag wurde gewählt, die Anreise mit der Eisenbahn geplant und schwups sind wir nun wieder am Bahnhof. An einem kleinen, beschaulichen Ort, ohne Fernsprecheinrichtung, oder gar Empfangsmöglichkeiten für dessen mobilen Vertreter.

KHS war erstaunt ob der doch sehr ländlichen Gegend, jedoch sichtlich erfreut, wage ich zu behaupten. Er wurde mit einem lauten und herzlichen Hallo im Stammsitz der Familie B. willkommen geheißen und Der C., der KHS ja noch so gar nicht kannte, war sogleich von dessen Charm gefangen. Herr B. ging da eher routiniert an diesen Missionar heran, doch nicht minder herzlich.

Zwei Brotteige hatte Frau B. nach den Anweisungen des Buches, OK, sagen wir, fast nach den Anweisungen (einige Mehlsorten waren, sehr zu ihrem Verdruss alle) vorbereitet. Und so machte sich KHS sogleich an die Einweisung der Kinder. Frau B. und Herr B. standen bisweilen staunend, Frau B. fotografierend, dabei und beobachteten, mit welcher Geduld, Liebe und Obsession KHS den beiden Brotbackkindern, einzelne Schritte erklärte. Es wurde viel gelacht und umgeschlagen, eingefüllt, besprüht, gewogen und erklärt. Der C. hatte in der Zwischenzeit KHS endgültig in sein großes Herz mit eingeschlossen, hatte er ihn doch auch ein wenig mit einem selbst gemachten T-Shirt überrascht. Das Fräulein L. hatte sich auch sehr gefreut, ging jedoch mit der ganzen Sache, sagen wir, etwas cooler um.

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Auf das Familie und Gast nicht verhungern würden, bereitete Frau B. einstweilen alles vor, um ein Ossobuco mittags auf den Tisch zu bringen. Da der Backofen bereits besetzt war, musste sich Frau B. nun wohl oder übel mit dem Grill begnügen. Aus diesem Grunde weicht noch bis heute eine, sagen wir mal, vermaledeite Form in der Spüle ein. Sind doch die Flammen auf der einen Seite des Grills etwas heißer, als auf der anderen,…

Da Frau B. just im Moment festgestellt hat, dass sie keine Fotos vom Ossobuco gemacht hat, muss jetzt improvisiert werden. Brot und Pizza sind ja ein wenig verwandt (jetzt bitte nicht hauen!) und eine Focaccia ist ja quasi auch sowas ähnliches,…

Vielleicht erinnern Sie sich an Fräulein L.s Geburtstagsartikel. Da hat es unter anderem auch gegrilltes Gemüse gegeben. Nun bereitet die schlaue Frau B. davon immer mehr zu, so dass es dann 1-2 Tage später noch eine damit gefüllte Focaccia geben kann,…

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Zutaten

800 g Weizenmehl

200 g Hartweizengriess

1 EL Salz

2 Pck. Trockenhefe

1 EL Zucker

1 TL gerösteter Knoblauch

1 TL gemahlener Rosmarin

650 ml Wasser (lauwarm)

Füllung

500 g gegrilltes Gemüse (geschnitten)

200 g Mozzarella

50 g Parmesan

Olivenöl

Salz

Pfeffer

frische Rosmarinnadeln

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Zubereitung

Mehl, Salz, Knoblauch, Rosmarin und Griess in eine Rührschüssel geben.

Zucker Hefe und lauwarmes Wasser verrühren, bis die Hefe gelöst ist.

Flüssige und trockene Zutaten mit dem Knethaken verrühren, bis ein elastischer Teig entstanden ist. teig noch 5-10 Minuten von Hand weiter kneten.

Mit Folie abdecken und ca. 15-30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Geriebenen und geschnittenen Käse und Gemüse mischen, abschmecken und beiseite stellen.

Teig in zwei Teile teilen und jeweils backblechgroß ausrollen.

Auf ein Backblech Backpapier legen, oder es gut einölen. Eine Teigplatte darauf geben und das Gemüse verteilen. Dabei den Rand auslassen. Die andere Teigplatte darauf legen und mit den Fingern schön fest drücken. Etwas Olivenöl, Rosmarin, Salz und Pfeffer darauf verteilen.

Backofen auf 250° vorheizen und die Focaccia ca. 15-20 Minuten (den Boden leicht anheben, ob er schon hellbraun ist) in der untersten Schiene backen.

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Nachdem die Familie, samt dem Fremdgewächs aus der Großstadt, das mittlerweile quasi schon ein wenig Wurzeln getrieben hatte, sich die Bäuche voll geschlagen hatte, war das Brot, zwei Stück an der Zahl, fertig gebacken und ein neuer Teig in die elektrische Kühlkammer gewandert.

Der Hund des Hauses, Paul, musste nun dringend seinen Toilettengang verrichten und einiges an Nahrung verdaut werden. Und so wurden die Kinder, in alt bewährter Methode, zum Spaziergang gezwungen, ansonsten wäre es ihnen frei gestanden eine beliebige Zahl von Arbeitsaufträgen zu erledigen. Schade eigentlich, das Unkraut hätte dringend des Jätens bedurft.

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Nun wohnt Frau B. wirklich mitten im Grünen, am Rande eines Ausläufers des Odenwalds, idyllisch, so ganz und gar nicht urban.

Die Gesellschaft also losmarschiert, immer den Wegweisern des Kuckucks nach und dann im Wald, mitten durch. KHS war sichtlich glücklich, hat er doch so viel Grün nicht in der Stadt,… Die Kinder sprangen umher wie junge Rehe, Der C. schnappte sich eine Art von Keule und behalf der Natur, abgestorbene Äste und Pflanzen, äh, umzunieten. Herr B. schlug einen Pfad abseits der Wege ein, wies auf hübsche Raupen hin, da, ein toller Falter, seht nur, hier gibt es Brombeeren, Heidelbeeren, Holunder. Dort, eine Fichte, hier, eine Lärche. Sehr Ihr die Eiche?

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Nach der Ertüchtigung an der frischen Luft erwartete alle Teilnehmer der Expedition ein Schmaus mit selbst, autark und brotimistisch gebackenem saftigen Brot, Marmeladen, Butter und was sonst noch so dazu gehört. Dabei war es wundervoll, dem geladenen Gast zuzuhören. Geschichten aus der Vergangenheit, der Gegenwart und auch Zukunft wurden kund getan. Frau B. begann zu verstehen, warum dem verehren Gast Brot und die Unabhängigkeit bei dessen Herstellung, so wichtig ist. Wenig Aufwand, Material und Zeit mit dem Ziel ein leckeres, knuspriges Brot zu erhalten, das möchte KHS vermitteln.

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Später am Tag brachte Frau B. den Gast wieder an den Bahnhof. Es wurden Umarmungen ausgetauscht, noch viele Dinge beredet. Man war sich einig, dass der Tag ein wirklich sehr Schöner war. Die Lebenszeit sinnvoll eingesetzt war, man die Anwesenheit des anderen sehr genossen hatte. Hätte ja schließlich auch anders kommen können.

Der Tag verflog wie die Gärzeit der Methode #2. Wenn Sie das jetzt nicht verstehen, besorgen Sie sich das phänomenal individuelle, einzigartig einfache Brotbackbuch von KHS. Lesen Sie es und legen Sie los.

Die Kinder haben, genau wie Herr und Frau B. die Großstadtpflanze, den brotastischen Brotbäcker, Hof Frisör in ihr Herz geschlossen. So ein Tag, der sollte nicht alleine da stehen, sondern wiederholt werden.

Frau B. fühlt sich geehrt, von KHS zum Intertratsch eingeladen zu sein! Dankend und freudig werde ich dem nachkommen und Sie selbstverständlich auch darüber auf dem Laufenden halten

Karl-Heinz! Nochmal danke für Deinen Mut und die Zeit, aufs Land zu reisen, um mich und meine Familie zu besuchen. Es war ein wirklich angenehmer, schöner, witziger und kurzweiliger Tag mit Dir! Fräulein L. und Der C. fanden es genauso toll wie mein Herr B. und ich. Du bist jederzeit wirklich herzlich willkommen in unserem Zuhause!

Und vielen herzlichen Dank auch für den wirklich tollen, krümeligen, brotimalsten, witzigsten Artikel, den Du diesem Tag gewidmet hast. Ich bin mir sicher, uns falls noch viele tolle Sachen gemeinsam ein! Hier ist der Link dazu:

Brot-Safarie zur Frau B. + zwei (2) Ohne-Kneten-Brote stressfrei + brotoptimal + autonom gebacken › allyoucanstyle.de

Happy Brotkrümel, ich backe jetzt erst mal Brot,…

Deine Frau B.

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